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Das alte Merw: auf der Seidenstraße

 

Margusch (Margiana) in Gonurdepe

Die Expedition „Margiana“ nahm ihre Arbeit auf dem Territorium von Turkmenistan im Jahr 1974 auf. Mehr als 60 Jahre war sie unter Leitung von hervorragenden Archäologen Wiktor Sarianidi. Seine Expedition entdeckte die Gonurskij-Oase und die Stadt Gonurdepe. Das ist die Hauptsiedlung unter vielen anderen Siedlungen der Bronzezeit in der Karakum-Wüste. Bis zum Jahr 1990 hat man ins Tal von Mugrab (am seinen alten Flussdelta) 200 antike Siedlungen entdeckt. Von 1990 bis zum Jahr 2012 grabte man dort kontinuierlich aus. Die große antike Stadtfestung stammt aus dem III-II Jht. v. Chr. Die Anzahl der Grabfunde in dieser Gegend ist enorm. Zurzeit werden mehr als dreitausend Grabfunde entdeckt. Die Mehrzahl von ihnen befand sich in der städtischen Nekropole.

 Für heute sind Palast, Stadtfestung mit Türmen, Tempel des Feuers, Tempel des Wassers, städtische Nekropole, königliche Nekropole, Speisesäle ausgegraben. Nur der mittlere Teil Gonurs umfasst са. 25 ha. Margiana (Land Margusch) wurde als eine der ältesten Weltzivilisationen anerkannt. Gonur existierte bis zum XVI Jht n.Chr. Seine Einwohner litten stark unter arabischen Eroberungen. In dieser einst reichen und majestätischen Stadt wurden sogar Schwimmbäder 100 m lang und 60 m breit entdeckt.

Die erstaunliche Architektur sowie die gefundenen Schmucksachen zeugen von den erfahrenen Fachmännern. Die in Gonur gefundenen Gegenstände aus Elfenbein ist Beweis dafür, dass das Land Margusch Handel mit anderen asiatischen Ländern trieb. Margiana war von den großflächigen Böden umgegeben, die man für den Anbau nutzte.

Das alte Merw – Erk-Kala, Gjaur-Kala

Nahe der Stadt Bajramali am Ufer des Flusses Murgab in der Mitte „des Landes des Wohles“, das im heiligen Buch der Zoroastrier „Avesta“ unter dem Namen Murgav und in Behistun-Inschrift als Gebiet des Achämenidenreiches erwähnt wurde, erstreckten sich die Ruinen von altem Merw. Die griechisch-römischen Geographen nannten die Stadt Margiana, die orientalischen Historiker des Mittelalters - Mary oder Merw und heutzutage nennt man die Stadt Mary.

Erk-Kala – so nennt sich das älteste Zentrum von Merw. Sein Durchmesser ist etwa 1,5 km und es stellt eine Figur dem Kreis ähnlich dar. Erk-Kala ist von unzugänglichen hohen Mauern umgegeben. Der alten Legende nach war die Festung Mary auf Befehl des mythischen Padischahs Tachumart errichtet. Bei Ausgrabungen wurden auf den Hügeln von Erk-Kala archäologische Funde aus dem І Jht. v.Chr. entdeckt.

In der Epoche des Partherreiches hat sich das Territorium von Merw erweitert. Um Gjaur- Kala erschienen zahlreiche Dörfer und stadtähnliche Festungen, die Hauptbeschäftigung in denen der Melonen-, Garten-, Feld- und Ackerbau war. Eine der großen Festungen jener Zeit war die Tshilburtsch Festung. Tschilburtsch bedeutet „Festung mit vierzig Türmen“. Nach Ansicht der Wissenschaftler war die Tschilburtsch Festung ein wichtigster Stützpunkt, der zum Schutz der Bevölkerung Margianas vor Angriffen der Nomaden geschafft wurde. Die Festung wurde im І-ІІ Jht v. Chr. errichtet.

In dieser Festung kann man weitere Verbesserung von baulich-architektonischen Methoden Margianas sehen. Die Festung liegt 3-3.5 km.  nordwestlich von Gjaur-Kala. Sie ist in Form eines ungleichmäßigen Viereckes (200-230 m. 200 m.) gebaut, jede Wand ist mit einem Turm 17-20 m. befestigt.

 

Das sind riesige Schlösse aus Lehm mit den einer Harmonika ähnlichen Mauern - ein eindrucksvolles Beispiel der eigenartigen turkmenischen Architektur des frühen Mittelalters. Zurzeit werden hier Restaurationsarbeiten in einer strengen Übereinstimmung mit den internationalen Normen geführt, die im UNESCO-Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt geregelt sind.

Sultan Sandshar Mausoleum ist ein der größten Denkmäler des mittelalterlichen Orients. Das ist Mausoleum des großen Politikers und Führers, des letzten Schahs des Seldschukenreiches – Soltan Sandshars.

Dieses in Mary liegende Mausoleum gilt als unvergleichliches Muster des chorasanischen Architekturstiles. Sultan Sandshar hat das Gebäude selbst als „Jenseits“ genannt.  Raschid ad-Din (ХІV Jht.) hat es „das größte Gebäude in der Welt“ genannt. Der andere Historiker des ХV Jht. schrieb: „das erhabenste Bauwerk im gesamten Universum, so solide, dass kein Verderben ihm etwas anhaben kann“.

Hodsha Jusuf Hamadani Moschee wurde im ХVІ Jht. neben dem Mausoleum Hodsha Jusuf Hamadani im Nordosten des Sultanates gebaut und zählt zu den prächtigsten Architekturdenkmälern von Мerw. Sie besteht aus einer Gruppe von Gebäuden, die in verschiedenen Zeiten und zu verschiedenen Zwecken gebaut worden war: Mausoleum, Moschee, Wohn- und Wirtschaftsgebäuden.

Derwisch Abu Jaqub Jusuf ibn Ajub ist in der Stadt Hamadan geboren, lebte in der ersten Hälfte des ХІІ Jht. in Merw und nach seinem Tod wurde auf seinem Begrabungsort das Mausoleum errichtet. Im ХVІ Jht. an der südwestlichen Seite des Mausoleums wurde an einer Achse eine Moschee gebaut. Sie hat Form eines geöffneten Iwans, der Ort für Gebet mit dem Mihrab (Gebetsnische) liegt dem Mausoleum gegenüber.

Muchammad ibn Seyd Mausoleum liegt unweit der westlichen Mauer von Sultan-Kala, nahe dem Stadtviertel der Töpfer. Die Bevölkerung nennt es oft Muchammad Hanapyj Mausoleum, aber faktisch wurde es auf dem Begrabungsort des Nachkommens Ali – Muchammad ibn Seyd errichtet, der in Mary im VІІІ Jht. lebte. Das Mausoleum wurde im Jahr 506 n. Chr. gebaut, d. h. im Jahr 1112-1113 v. Chr.  Es scheint zu später entstehenden Einrichtungen und Mauern angeschlossen zu sein. Bis zur Grabkammer gibt es eine kleine Moschee. Das Mausoleum sperrt den breiten Eingang der Moschee und die Wände sind mit ornamentalem Ziegel bekleidet.  Diese einzel- oder komplexweise aufgeschichteten Ziegeln bilden einen Komplex aus zahlreichen geometrischen Figuren. Das Mausoleum hat eine viereckige Form und ist mit einer Kuppel bedeckt. In der westlichen Wand befindet sich der in die Richtung zur Kaaba zeigende Mihrab (Gebetsnische). Er ist mit Ornamenten mit blauen, schwarzen und roten Blumen geschmückt.