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SEIDENSTRAßE: AUS DEN TIEFEN DER GESCHICHTE BIS ZUR GEGENWART

 

Das weit verzweigte Netz von Karawanenwegen der Seidenstraße kreuzte Europa und Asien von der Mittelmeerküste bis zum China und diente im Altertum und Mittelalter als wichtiges Mittel für Geschäftsbeziehungen und Kulturaustausch zwischen West und Ost. Die ausgedehnteste und wichtigste Strecke der Seidenstraße verlief durch Zentralasien, auch durch das Territorium von Turkmenistan. Die Karawanen, beladen mit Seide aus China, Gewürzen und   Edelsteinen aus Indien, Silberwaren aus dem Iran, byzantinischen Kleidern, Keramik von Afrasiab und vielen anderen Waren, bewegten sich durch die Karakum-Wüste, Oasen von Merw und Chorezm, überquerten die Flüsse Murgab und Amudarja. Da wo die Karawanen zogen, florierten reiche Städte, Handels- und Handwerksiedlungen, Karawansereien, Moscheen und Medressen.

Als Zeugen jener Zeiten blieben zahlreiche historische Denkmäler, darunter die Perle der antiken und mittelalterlichen Architektur, die in die Liste des Weltkulturerbes von UNESCO eingetragen wurden. Das sind altes Nisa, Kunjaurgentsch und altes Merw. Durch Forschungen wird die antike Geschichte rekonstruiert, Wirtschaft, Alltagsleben und Kultur, Bildung und Entwicklung ethnischer Gemeinschaften, Entstehung von Traditionen und auch Kulturaustausch und internationale Zusammenarbeit studiert. Um Unversehrtheit der Denkmäler zu garantieren wurde ein Netz von historisch- kulturellen Schutzgebieten geschafft, das das gesamte Territorium des Landes bedeckt.

Turkmenistan hat dem Koordinierungsrat für die Aufnahme der Seidenstraße in die Liste des Weltkulturerbes von UNESCO ungefähr fünfundzwanzig Denkmäler vorgeschlagen. Sie liegen auf den Hauptwegen zwischen solchen großen alten Städten wie Dechistan, Nisa, Merw, Sarachs, Amul und Kunjaurgentsch. Das sind vor allem Karawansereien, Paläste, Moscheen und auch heilige Plätze, wo die Reisenden hielten um sich zu verneigen oder zu beten.

Die Seidenstraße, deren Route durch die großen Städte verlief, förderte die Handels- und Handwerksentwicklung. In historischen Quellen werden Merw, Sarachs und Nisa als Orte mit entwickelten Handels- und Geldbeziehungen erwähnt. In den großen Städten waren Basare die Handels- und Handwerkszentren, wo vor allem Weben verbreitet war. Die Textilien wurden aus Wolle, Flachs, Baumwolle und Seide hergestellt. Als Luxusgüter galten Textilien, die in Merw, Nisa und Abiverd hergestellt wurden. Außer Weben wurden in den Städten auch Glas- und Lederfabrikation, Töpferei und Schmuckherstellung verbreitet. Diese Branchen lieferten alle nötigen Waren sowohl auf den Heimatmarkt, aber auch auf den Auslandmarkt.

Die mittelalterlichen Städte Turkmenistans spielten eine große Rolle zur Unterstützung und Entwicklung der Handelsbeziehungen, die nicht nur den Warenaustausch, sondern auch Traditionen, Technologien, Ideen und Wissen förderten und damit die sich entwickelnde turkmenische Kultur reicher machten.